Jetzt ganz wichtig:

Floh- und Zecken- Prophylaxe

Zecken und andere blutsaugende Insekten können Krankheiten auf Mensch und Tier übertragen. Bei uns seit langem bekannt ist die durch den Holzbock übertragene Borreliose und die FSME. Eine erst seit 1995 in Europa aufgetretene Erkrankung, die ebenfalls durch den Holzbock übertragen wird, ist die Anaplasmose. Sie hält ihren Aufmarsch eher aus den nördlichen Ländern und ist für Hund und Mensch gleichermaßen gefährlich.

Andere Erkrankungen, die früher als reine Reisekrankheiten bei Urlaubshunden oder importierten Tieren auftraten, breiten sich zunehmend auch in unserem Land aus. Hier sei vor allem die Babesiose oder Hundemalaria genannt, die durch die Auwaldzecke übertragen wird. Diese Zecke war bis vor kurzem nur in den südlichen Ländern verbreitet. Durch Urlaubshunde und Importhunde mitgebracht, kann sie sich durch unser zunehmend wärmeres Klima auch in Deutschland ausbreiten. Mit Babesien infizierte Zecken geben den Erreger mit dem Saugakt weiter. Im Gegensatz zu den anderen Erkrankungen sind aber auch die Zeckeneier infiziert, d.h. eine infizierte weibliche Zecke erzeugt hunderte von infizierten Nachkommen. Die Babesien sind Parasiten, die die roten Blutkörperchen des Wirtstieres zerstören. Der akute Verlauf führt meist rasch zum Tode des Hundes. In Deutschland gibt es keine Impfung gegen die Babesiose.

Die Übertragung von Krankheiten durch die Zecke erfolgt entweder sofort zu Beginn des Saugaktes (FSME-Viren) oder erst nach mehreren Stunden (Borreliose).

Schutz des Tieres:
  • Vermeidung von Zeckengebieten (Unterholz, Auwälder)
 
  • Absuchen des Tieres nach jedem Spaziergang und Absammeln der wandernden Zecken. (Zecken benötigen 1-2 Stunden um sich den richtigen Platz für den Saugakt zu suchen.)

 
  • Absuchen des Tieres nach jedem Spaziergang und Absammeln der wandernden Zecken. (Zecken benötigen 1-2 Stunden um sich den richtigen Platz für den Saugakt zu suchen.)
 
  • Verwendung von Präparaten gegen Zecken. Lassen Sie sich beraten welches Mittel für Ihr Tier das Beste ist.

Urlaub mit dem Hund:

Der Urlaub steht vor der Tür. Natürlich soll der Hund mit, hat man doch gerade im Urlaub mal richtig Zeit für den Vierbeiner. An ein paar Dinge sollten Sie denken:

  • Informieren Sie sich über die Einreisebestimmungen des Urlaubslandes und über eventuelle Rückreisebestimmungen. (Aus manchen Ländern darf man mit dem Hund nicht so einfach nach Deutschland zurück reisen)
  • Für die EU Länder reicht die gültige Impfung, eingetragen in dem internationalen Heimtierausweis (blau!) sowie die Kennzeichnung des Tieres mit einer (leserlichen) Tätowierung oder einem Chip.
  • Die Einreise nach Schweden, Norwegen oder Großbritannien erfordert vorherige Blutuntersuchungen.
  • Schützen Sie Ihren Hund vor Parasiten. In unterschiedlichen Urlaubsländern gibt es unterschiedliche Krankheitsüberträger und Krankheiten. Die in Deutschland verwendeten Präparate reichen im Urlaub oft nicht aus. Fragen Sie Ihren Tierarzt nach dem oder den richtigen Medikamenten.
  • Denken Sie an eine kleine Reiseapotheke: Desinfektionsmittel, Verbandsmaterial, etwas gegen Durchfall.
  • Sollte Ihr Hund regelmäßig Medikamente brauchen, achten Sie darauf, dass Sie genügend mitnehmen.